du musst weniger nachdenken!

mir gehts nicht gut. gar nicht gut. deswegen alles klein heute. geringstmöglicher aufwand und schreit mich bloß nicht an. kein krach bitte. danke. ich habe DEN kater. saß gerade fünf minuten vor meinem aufgeklappten laptop und starrte die startseite an. als ob da was passiert wenn man einfach nur draufstart. gestern wollte ich mich aus gründen abschießen. scheint mir auch irgendwie gelungen zu sein. aber es war anders als ich mir das vorgestellt hatte. zuerst war ich in der stammbar. hab da mehreren leuten meine geschichte erzählt. die geschichte die mich zum abstürzen bringen sollte. irgendwann wussten es alle leute in der bar aber keiner wollte sich mit mir abschießen. mehrere sms an verschiedene lieblingsleute, ob sie denn noch kommen, blieben unbeantwortet. auch der mitbewohner hatte nicht so recht lust auf stammbar und dann sind wir weiter gezogen und landeten in der russendisco. es roch überall nach schweiß und pisse und pups und knoblauch. schnell zwei bier. ich stand auf einem absatz, erhöht neben der tanzfläche und beobachtete das geschehen. konnte mich aber nicht daran erfreuen. sonst wäre ich in die menge gestürtzt und hätte einfach losgetanzt. ich stand da also, mit meinem bier in der hand und schüttelte langsam den kopf. ich fand es schlecht. wladimir kaminer war auch da. wie immer bei der russendisco. er legte auf. tanzte wild herum. sang unverständliches zeug in ein mikro und war in etwa so besoffen wie ich. die menge störte das nicht. die menge tanzte auf bekannte lieder, die zu polka umfunktioniert wurden. mit russischen texten.

du musst weniger nachdenken. ich drehte mich zu meinem mitbewohner der mir diesen satz in den ohr schrie, anders wäre er nicht zu verstehen gewesen. ja aber es ist doch total schlecht hier heute antwortete ich ebenso schreiend. was er antwortete verstand ich nicht. es klang aber wie, aber wir sind jetzt doch da.

irgendwann sind wir dann irgendwie nach hause. mit nachhauseweg döner und einem letzten bier im schokoladen. da kann man immer hin. da ist es billig. und alle da sind nur zum abschießen da. in einem aschenbecher lag ein vergessener joint. ich fühlte mit ihm und ihm das gefühl zu geben, nicht ganz vergessen zu sein, zog ich ein paar mal daran. dann ließ ich mein noch volles bier stehen und wollte gehen. der mitbewohner machte mich auf das bier aufmerksam. das hast du doch eben erst gekauft! egal. will nach hause. bett. schlafen. vergessen.

und jetzt sitz ich hier. mit kater. an ostern. gute nacht.

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vollerwachsen führt Selbstgespräche

Trink nicht so viel. Du willst schon wieder rauchen? Du hast doch eben erst was gegessen! Was klingt wie eine Unterhaltung mit der Freundin oder mit Muttern, sind vollerwachsen Selbstgespräche. Gleichbedeutend mit – du musst mehr Sport machen. Du musst überhaupt mal Sport machen. Achte mal mehr auf dein Geld. Nein, heute mal kein Taxi. Da sind noch Nudeln im Schrank, wir bestellen heute nicht beim Lieblings Lieferdienst. Nein wirklich nicht. Mecker nicht. Manchmal denkt der Mitbewohner, ich würde mich über ihn aufregen. Lautstark. Tu ich gar nicht. Wäsche waschen musst du auch endlich mal wieder. Rasier dich mal. Wein tut dir nicht gut. Nein schon gar nicht wenn du noch…

Und hat es was gebracht?

Gute Frage.

Was machen wir am Wochenende?

Hm. Hast du Geld? Wie willst du das was du machen willst finanzieren?

Ja. Du hast recht. Ein Buch lesen ist auch schön. Und Tee trinken.

Komplett Sinnfreier Text das hier.

Aber komplett. Aber mit jemandem muss man ja mal reden.

Genau. Und das mit dem Rauchen…

Jaja. Ich weiß.

Montagsgedanken

Ich bin irgendwie – keine Ahnung. Fertig? Fit? Ne fit bin ich nicht wirklich. Durchgenudelt? In Gedanken? Kreislaufgeschädigt? Ja Kreislaufgeschädigt ist ein gutes Wort für meinen aktuellen Zustand. Dieser Zustand kommt wohl zustande, wenn man von Freitagabend bis Sonntagnachmittag nur rumliegt, liest und schläft und zwischendurch irgendwas isst und dann ab Sonntagnachmittag plötzlich für mehrere Stunden gefordert wird. Geistig und auch körperlich Dinge erfährt die einen irgendwie aus der Bahn werfen. Nicht negativ gemeint. Sondern einfach nur aus der normalen, üblichen Standartbahn. Also es ging ewig geradeaus und plötzlich biegst du ohne großartige Vorbereitung im 90° Winkel nach links ab. Bäm! Zack. Und dann bist du plötzlich wieder auf der alten Spur und denkst – WOW. Was war das? Was habe ich da eben erlebt? War das ein Traum? Und kann ich diesen Traum bitte öfter haben. Und dann realisierst du langsam, es war gar kein Traum. Das hast du gerade echt und wirklich und tatsächlich erlebt und grinst einfach nur noch. Als hättest du Drogen genommen. Aber hast du gar nicht.

Wenn du das liest – Danke. Das müssen wir öfter machen!

Wie man ein Kreuz macht…

Ich komme aus Baden Württemberg. Ich bin Schwabe. Ich lebe seit 15 Jahren in Berlin. Bisher ist alles gut gegangen. Bisher. Jetzt schaue ich mir die Wahlergebnisse an und denke, wäre ich mal da geblieben. Oder auch nicht.

Liebe Schwaben, ihr seid schon bisschen komisch. Protestwählen hat noch nie etwas gebracht. Da braucht man nur mal in die Geschichte schauen. Baden Württemberg ist eines der reichsten Bundesländer in Deutschland. Ihr habt Porsche und Daimler und viele andere Firmen die euch mit ausreichend gutbezahlten Jobs versorgen. Ihr habt es gut dort unten. Besser als in anderen Bundesländern. Und jetzt meckert ihr rum und denkt ihr müsst AfD wählen? Das ist wirklich lächerlich! Ich glaube, ihr wisst echt nicht wie gut es euch geht. Kommt mal klar!

Allerdings will ich hier kein AfD Bashing machen. Ich will hier alle Politikinteressierten, die noch nicht ihr Kreuz bei diesen Idioten gemacht haben, aufrufen, selbst laut zu werden. Geht in die Politik. Tretet der SPD, der CDU bei und sorgt dafür, dass endlich bessere Politik gemacht wird. Bessere Politik, die die Meinungsschwachen besorgten Bürger davon abhält, das Kreuz bei einer rechten Partei zu machen.

Die SPD bzw. Bodo Hombach sagt jetzt: „Je mehr und je stärker auf die AfD eingehauen wird, desto mehr Menschen sagen: Ach, die tun euch weh? Dann wähl‘ ich die mal.“ Das kann man vielleicht so sehen und auch aussprechen, aber es wäre einfach besser, bessere Politik zu machen. Politik, die die Leute nicht verarscht. Politik in die die Leute vertrauen können. Politik die zeigt – hey Leute, wir nehmen euch ernst. Leute, wir wissen ihr seid besorgt aber wir bekommen das Problem hin. Und nicht irgendwie sondern man muss schon Lösungen zeigen. Vernünftige Ideen aufzeigen. Dann bekommt man auch wieder Stimmen. Dann werden die Leute nicht auf die Idee kommen Protest zu wählen.

Und nun an euch liebe besorgten Bürger in Baden Württemberg. Wisst ihr wirklich was ihr da tut? Versteht ihr wirklich was ihr da tut? Ihr habt Angst vor Flüchtlingen und vor Veränderung. Aber warum? Ihr habt keinen Cent weniger im Geldbeutel weil Flüchtlinge kommen, die Kriminalität steigt nicht und nur wenn ihr es nicht anders verdient habt, nimmt euch auch keiner die Frau weg. Sollte eurer Arbeitsplatz in Gefahr sein, aufgrund von Flüchtlingen – dann seid ihr selbst schuld. Dann macht ihr wohl einfach eine scheiß Arbeit und habt es nicht drauf. Wenn ihr keine Arbeit habt, dann liegt das auch nicht an Flüchtlingen sondern daran, weil ihr es nicht gebacken bekommt, eine Arbeit zu finden.

Und es gibt da noch einen Gedanken, der ist leider nicht von mir. Ich finde gerade die Quelle nicht, aber sie klingt so oder so ähnlich. Aber der Inhalt ist wichtig:

Wenn du Angst davor hast, dass dir ein Flüchtling, der eben nach Deutschland gekommen ist, der kein deutsch kann, der hier keine Kontakte und Freunde hat, die Arbeit oder die Frau wegnimmt, dann bist vielleicht einfach nur scheiße in deiner Arbeit und zu deiner Frau und hast es offensichtlich nicht besser verdient!

Nazis waren, sind und bleiben Arschlöcher. Hier habe ich davon zum ersten Mal geschrieben–>

Und noch ein Text von mir über Arschlöcher–>

Kurzer Nachtrag. Auf Spiegel Online habe ich eben einen Artikel gefunden, der sich mit dem Wahlprogramm der AfD auseinandersetzt. Kurz wiedergegeben:

Der Entwurf für das Parteiprogramm der AfD zeigt, was die Partei in der Wirtschaftspolitik machen möchte: Wichtige Säulen der Sozialversicherung privatisieren, die Staatsfinanzierung entsolidarisieren und die Steuern für Reiche senken. Das würde ausgerechnet den Menschen schaden, die die Partei besonders häufig wählen: Arbeiter und Arbeitslose in Ostdeutschland.

Was sagt uns das? Die AfD ist nicht ganz normal und deren Wähler beschäftigen sich nicht mit dem Parteiprogramm. Hier dazu mehr–>

Die Moral einer schlaflosen Nacht

Neulich hatte ich so eine Nacht, in der ich einfach nicht schlafen konnte. Ich glaube es lag am Gin Tonic der mich wach gehalten hatte. Muss ich mir merken, für das nächste Mal, wenn ich wachbleiben will und das ohne Drogen. Einfach Gin Tonic trinken. Ich blieb ewig wach aber im TV kam nichts, Netflix hatte nichts neues zu bieten und im Internet war auch nichts mehr spannendes. Ich bin also ins Bett. Dort lag ich dann. Erst auf der linken Seite. Dann auf der rechten Seite. Dann auf dem Bauch. Und dann eine Weile auf dem Kreuz. Und dann drehte ich mich wie an einem Dönerspieß. Ich konnte aber einfach nicht schlafen. Dafür machte ich mir aber ganz viele Gedanken. Um alles. Um Frauen. Um meine Wohnung. Um meinen Job. Und über vollerwachsen. Und dann sind mir ganz viele tolle Texte eingefallen. Ich wollte aufstehen und sie mir aufschreiben aber ich dachte mir, die sind so toll, die musst du nicht aufschreiben. Die kannste dir merken. Irgendwann nach 4:00 Uhr morgens bin ich dann doch eingeschlafen. Weiß ich, weil ich um 4:00 Uhr noch einmal auf die Uhr geschaut hatte. Der Wecker riss mich aus einem coolen Traum. Etwa 3,5 Stunden später. Ich saß im Bett und dachte an meine Gedanken der Nacht. Alle weg. Alle. Ich wusste nur noch, dass ich coole Geschichten für vollerwachsen hatte und ich mir die nicht aufschreiben wollte weil ich mir die ja eh merken könnte. Deshalb gibt es jetzt eine müde, verärgerte, ach hätte ich doch Story. Mit einer Moral: Immer einen Stift und Papier neben das Bett legen!

Vom Schüler beklaut und dann Job verloren

Was einem nicht alles passieren kann, wenn man sein Smartphone unbeaufsichtigt in der Klasse liegen lässt – Anne Arthur kann ein Lied davon singen.

Als sie kurz das Klassenzimmer verließ, klaute ihr ein 16jähriger Schüler das Handy, öffnete die Bildergalerie und fand Nacktfotos von seiner Lehrerin. Dreist schickte er sich selbst die Bilder und bot sie jedem in der Schule an der sie haben wollte.

Die Schule bekommt es mit. Der Schüler kommt ohne Strafe davon. Die Lehrerin ist ihren Job los. Sie hätte besser auf ihr Handy aufpassen sollen und wäre Schuld, dass ihre Nacktbilder an die Öffentlichkeit bzw. in die Falschen Hände geraten sind.

Glaubt ihr nicht? Könnt ihr hier nachlesen—>