Und bei dir so?

Na?

Na?!

Ach ja, muss ja… Und selbst?

Ein Gesprächseinstieg wie wir ihn alle wahrscheinlich kennen und eigentlich am liebsten vermeiden möchte. Die Frage nach dem Wohlbefinden. Was antwortet man,  wenn es einem tatsächlich nicht so gut geht? Kann/darf/soll man zugeben, dass man gerade Probleme hat, dass man gerade in ein Loch gefallen ist, dass man Depressionen hat?

Jeder sollte selbst entscheiden, wie und ob er darüber redet aber ich finde tatsächlich, dass reden hilft. Eigene Erfahrung. Und Markus Kavka denkt darüber wohl ähnlich und widmet sich in BAR TALK dem Thema Depressionen und redet mit allerhand Prominenten über deren Gefühle, Probleme und Ängste.

Gute Idee finde ich. Kann man auch mal anschauen. Hier zum Beispiel mit Prinz Pi – ein Rapper der seine Musik dazu nutzt, um über seine bipolaren Erkrankung zu sprechen.

 

Gefunden via Mitvergnügen

Die Kleinwüchsige

Ein Abend in der Stammbar. Wie so viele Abende. Ich sitze an der Bar und unterhalte mich mit dem Barkeeper, beobachte die Leute um mich herum und spiele zwischendurch Tischtennis.

Irgendwann kommt sie herein. Sie fällt mir auf obwohl sie kaum über die Platte schauen kann. Eine Kleinwüchsige. Unsere Blicke treffen sich mehrfach und sie lächelt mich an. Ich lächle zurück.

Zurück an der Bar bestelle ich mir ein Bier. Sie sitzt plötzlich neben mir und unterhält sich mit dem DJ. Die beiden kennen sich anscheinend und ich höre, sie ist aus Amerika. Irgendwann ist ihr Gespräch beendet und wir kommen ins Gespräch. Ich bin schon leicht angeheitert. Wir unterhalten uns über Trump, Berlin, die Bar, was sie hier so macht, wie lange sie schon hier ist und so anderes Kennenlernzeugs halt. Als ich mir eine Zigarette anzünde, biete ich ihr auch eine an. Sie lehnt ab.

Wieso frage ich, hast du Angst dein Wachstum wird deswegen behindert?

Im Taxi reibe ich mir die Wange. Mein Shirt stinkt nach Bier und ich will einfach nur noch nach Hause.

Ob diese Geschichte wahr oder erlogen ist – ist ganz euch überlassen.