Wie wäre es eigentlich mit einer Legalisierung von Drogen?

Wahrscheinlich hat jeder von uns in seinem Leben schon mal irgendeine Art von Drogen probiert. Nicht? Du trinkst doch sicherlich manchmal Alkohol oder Kaffee, oder hast schon mal an einer Zigarette, wenn nicht sogar an einem Joint gezogen?!

Ja – Strenggenommen, sind dies alles Drogen!

Und hast du dich schon mal gefragt, warum diese Drogen legal sind und andere nicht?

Warum legalisiert man denn nicht einfach alle Drogen? So ähnlich wie Portugal das macht. Oder Amsterdam.

Wir von vollerwachsen haben uns darüber unterhalten – übrigens nicht nur darüber sondern auch über den Hasskommentar den wir auf YouTube bekommen haben. Laut diesem sind wir nämlich Gammler und Penner. Weil wir bärtig sind? Weil wir Bier in unserem Video trinken? Weil wir für ein bedingungsloses Grundeinkommen sind? Wer weiß das schon so genau – aber seht doch einfach selbst:

Grundrente oder Grundeinkommen – ein Streitgespräch!

Gerade hat unsere Regierung die Grundrente eingeführt. Fürs erste ist das ein wirklich guter Schritt. Wir denken aber, das geht nicht weit genug und hoffen auf ein bedingungsloses Grundeinkommen. Unserer Meinung nach, wäre das viel hilfreicher.

Obwohl wir beide für ein Grundeinkommen sind, haben wir trotzdem unterschiedliche Meinungen darüber. Während der Hauser die Rente wie sie bisher ist, beibehalten will, möchte Monsieur Kaspar sie komplett abschaffen.

Hat er recht oder geht das dann doch zu weit? Was denkt Ihr?

Mission zum Mars!

Die Reise zum Mars. Du hast die Möglichkeit, eine neue Gesellschaft auf dem Mars mit aufzubauen. Du musst dich aber sofort entscheiden – das Raumschiff fliegt noch heute. Eine Rückreise wird nicht möglich sein. Kommst du mit?

Die sprechende Schreibmaschine hat uns heute diese Frage gestellt – eine sehr gute Frage mal wieder. Was denkt Ihr darüber?

Hier das Video dazu:

 

Sexpartner – kann man zu viel davon haben?

Manche heiraten ihre erste Beziehung und sind ihr ganzes Leben lang glücklich und andere gehen jede Woche mit jemand anderem nach Hause – beides ist vollkommen in Ordnung. Wir möchten das gar nicht werten. Oder gibt es ein richtig oder falsch?

Unsere fragende Schreibmaschine hat uns die Frage gestellt, ob ein Mensch zu viele Sexpartner haben kann. Was denkt Ihr?

Wir diskutieren diese Frage bei einer Zigarette und einem Bier – schweifen zwischendurch ein bisschen von der eigentlichen Frage ab aber seht doch einfach selbst:

Die sprechende Schreibmaschine

Seitdem ich Harry Potter gelesen hatte, war ich total begeistert von dem sprechenden Hut, der die neuen Schüler in die verschiedenen Häuser verteilt.

Ich wollte immer etwas ähnliches haben. Etwas, das mit mir spricht und mir sagt, was am besten passieren sollte, was ich tun soll, mir die richtigen Fragen stellt und wenn ich einmal nicht weiter weiß, mich in die richtige Richtung weist.

Nun war ich neulich auf dem Flohmarkt. Und da stand sie. Eine Schreibmaschine. Für die jüngere Generation unter Euch, das ist so ein, ohne Bildschirm, in dem man ein Blatt Papier einlegen, und dann mechanisch losschreiben kann.

Ich mochte diese alte, analoge Schreibmaschine. Dann kam ich mit der Besitzerin ins Gespräch. Sie sagte, es wäre eine ganz besondere Schreibmaschine. Sie könnte Fragen stellen – in Momenten in denen ich es am wenigstens erwartete.

So ganz hatte ich ihr nicht geklaubt und dachte, die spinnt ein bisschen die Frau. Aber ich wollte daran glauben und hab dann auch ohne Murren einen absurd hohen Preis bezahlt. Ohne zu handeln. Ich war neugierig. Ich ging mit der Schreibmaschine nach Hause, packte sie aus und wartete. Und wartete. Und wartete. Aber es passierte nichts. Sie gab kein Geräusch von sich. Sie sagte nichts. Und sie stellte auch keine Fragen. Leicht enttäuscht, stellte ich sie ins Eck und benutzte sie für das vollerwachsen Studio als Hintergrund.

Dann, plötzlich, beim Drehen unseres neuen Videos – dann passierte es. Aber seht selbst:

Das neue Studio

Klar, ihr habt uns vermisst – wir wissen das. Aber manchmal muss man sich Gedanken machen. Wie geht es weiter? Wo geht es weiter? Geht es weiter? Warum? Wieso? Weshalb?

Und wir haben uns entschieden – Der Hauser und Monsieur Kaspar machen weiter. Wir wollen weiter machen. Mit neuen Ideen und einem neuen Studio. Ja, ihr habt richtig gelesen. Zwar ist unser Studio noch nicht ganz fertig aber auf einem guten Weg zu DEM STUDIO überhaupt! Mit sprechender Schreibmaschine, Wahlscheibentelefon, Couch, Bild und Sofa! Lasst Euch einfach mal überraschen was noch so kommt.

Aber hier erstmal ein kleiner Vorgeschmack:

Deutschland nach der Europawahl

Heute ist Montag. Gestern war also Sonntag. Wahlsonntag. Europawahlsonntag. So gespannt wie diesmal hatte ich schon lange nicht mehr die Ergebnisse erwartet. Und dann, pünktlich 18:00, kamen die Hochrechnungen.

Und sie waren – EIN SCHLAG IN DIE FRESSE FÜR CDU und SPD. Anders kann man es eigentlich nicht ausdrücken. Und ja, ich habe mich gefreut darüber. Ich komme mir schon lange verarscht vor von der Politik und ich finde mich auch in sämtlichen Wahlprogrammen nicht wirklich repräsentiert und auch nicht respektiert.

Ich musste schmunzeln als ich REZOS Youtube Video gegen die CDU und andere Parteien gesehen hatte – hatte er doch einfach mal Recht. Recht damit, denen da oben zu sagen und zeigen, was wir da unten eigentlich denken.

Heute lese ich die Antworten der Parteien und sehe, sie haben es einfach immer noch nicht verstanden. Hier was die aktuelle CDU Chefin, die Frau die mal Kanzlerin werden will, so von sich gibt:

Mit Blick auf den Aufruf von Dutzenden Youtubern, bei der Europwahl nicht die CDU und nicht die SPD zu wählen, frage sie sich „was wäre eigentlich in diesem Land los“, wenn es entsprechende Aufrufe von „70 Zeitungsredaktionen“ gäbe, so Kramp-Karrenbauer. „Das wäre klare Meinungsmache vor der Wahl gewesen“, stellte die CDU-Vorsitzende fest. Es stelle sich die Frage, „was sind eigentlich Regeln aus dem analogen Bereich und welche Regeln gelten für den digitalen Bereich“. Dies sei eine Frage, „über die wir uns unterhalten werden“. Näher ins Detail ging Kramp-Karrenbauer nicht. (Gefunden im Stern)

Ja genau, sie stellt quasi ein Grundgesetz in Frage. Art. 5 (1) Grundgesetz sagt nämlich das hier: „Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.“

Und sonst, liebe CDU bzw. liebe Frau Kramp-Karrenbauer, wie soll man als (junger) Mensch eine Partei für ernst nehmen, deren Mitglieder offensichtlich keine Ahnung haben.

Wir haben eine Drogenbeauftragte die keine Ahnung hat: https://youtu.be/5VVM4ArDFhQ oder siehe hier: https://www.youtube.com/watch?v=z4xqi6XZKEk

Wir haben den Herrn Voss, der sich um den Artikel 13 kümmern soll aber gar nicht weiß, worum es eigentlich geht. Siehe unter anderem hier: https://youtu.be/Ns9Ta1uwfRM

Und dann haben wir da noch den Herrn Elmar Brok (von Sonneborn auch gern Brocken genannt), der ein Wahlwerbevideo macht. Schaut es euch an. Es ist tatsächlich ernst gemeint!

Und dann fragt sich die CDU, warum ihr die Wähler weglaufen. Ja, ich weiß auch nicht. Haben wahrscheinlich alle keine Ahnung von Politik und kiffen zu viel.

Über die SPD spreche ich nächstes Mal – wenn es sie dann noch gibt. 🙂

 

vollerwachsen und das letzte Einhorn

Ich hatte hier schon einmal davon geschrieben, wie ich Schuld daran war, dass das letzte Einhorn gestorben ist. Nun muss ich zugeben, dass diese Geschichte nicht ganz der Wahrheit entsprach. Ja, ich war daran beteiligt. Ja, es war in Afrika. Aber es war nicht auf einer Safari und ich war auch nicht alleine.

Die ganze Wahrheit ist diese – ich war ein gelangweiltes Supermodel und hatte keine Lust mehr auf diesen oberflächlichen Scheiß. Bei einer Modeshow in Afrika bzw. bei der Aftershowparty davon, traf ich Monsieur Kaspar. Damals war auch er ein Supermodel. Auch er war gelangweilt und wollte wie ich, etwas neues starten.

Bevor wir etwas neues starten konnten, mussten wir ersteinmal lernen, mit uns selbst klar zu kommen und selbstständig zu arbeiten. Dazu engagierten wir einen Drill Instructor names Das Leben. Das Leben war hart aber gerecht. Und er brachte uns so einiges bei.

Die ganze Geschichte seht Ihr in diesem Video:

Linguine mit Biogarnelen

Ich koche öfters. Manchmal koche ich mir auch extra was super leckeres, mach es mir gemütlich, decke den Tisch schön, schalte den Fernseher aus und lege das Handy extra weit weg – nur um mir selbst etwas gutes zu tun. Schöne Musik noch dazu, manchmal auch gar keine Musik – einfach nur Ich, die Stille und ein leckeres Essen. Das muss wirklich ab und an mal sein.

Von verschiedenen Leuten wird man ja immer gefragt, ob man kochen kann. Die Frage die sich mir dabei stellt – was bedeutet kochen können? Nudeln ins Wasser schmeißen – ist das schon kochen? Oder ist kochen, wenn man mehrere Töpfe benutzt und verschiedene Zutaten?

Also ich behaupte von mir, ich kann kochen. Und nun habe ich mal wieder gekocht. Was total leckeres aber was eigentlich total einfach ist. Was eigentlich jeder kochen könnte – und weil ich mein Geheimnis des Kochens nicht mit ins Grab nehmen möchte, habe ich bzw. wir ein Video davon gemacht.

Linguine mit Biogarnelen – man kann auch einfach Nudeln mit Garnelen dazu sagen – läuft aufs gleiche hinhaus – klingt aber in der ersten Version einfach besser. Oder?

Lust zu kochen? Dann schau mal hier:

Kurt – eine persönliche Buchkritik

Leicht melancholisch setze ich mich in den Zug, der mich von meinem Osternfamilienbesuch im Süden zurück nach Berlin bringt. Dieser Besuch machte mir wieder einmal klar, dass wir alle älter werden und das es nichts gibt, was immer so sein wird wie es war, wie man es gewohnt war. Klar, meine Mutter kocht immer noch gut und mein Vater provoziert wie immer – es mag wohl meine aktuelle Dünnhäutigkeit sein, – die wahrscheinlich mit Stress auf Arbeit zu tun hat – die mich auf die Spitzen meines Vaters nicht so gelassen reagieren lässt wie sonst – und auch der Kaffee meiner Mutter, er schmeckt nicht schlechter oder besser als früher – einfach nur anders und dieses anders lässt mich fast die Tränen in die Augen treiben.

Jedenfalls – am Bahnhof kaufte ich mir Kurt. Ein Buch das ich schon lange lesen wollte und von dem ich wusste, dass es vielleicht nicht das beste Lesewerk für meine aktuelle Gefühlslage ist aber manchmal – und bitte entschuldigt nun meine vielleicht krasse bildliche Wortwahl und das so kurz nach Ostern – muss der Nagel noch etwas tiefer gerammt werden – es muss noch mehr schmerzen als es ohnehin schon tut.

Ich hatte Glück – ich fand in dem ziemlich überfüllten Flixzug einen recht guten Sitzplatz. Packte meine von Mama geschmierten Brezeln vor mich hin, die Flasche Wasser und Kurt. Nachdem sich die Aufregung um die verspätete Abfahrt gelegt hatten und alle Mitfahrer in meinem Abteil all ihr Gepäck verstaut und endlich saßen, begann ich zu lesen.

Sahra Kuttner beschreibt ein Pärchenleben. Heiter und froh – mit alltäglichen Pärchenproblemen – so, dass man man irgendwie Teil dieses Pärchens sein möchte. Es machte wirklich Spaß zu lesen.

Ich wusste, von vielen Buchkritiken, was ungefähr passieren wird – wie es dann in Kurt passiert und beschrieben wird, nun, wie soll ich sagen – das ist anders. Es passiert unerwartet. Ohne Vorbereitung. Kurz und knackig wenn ich das so sagen darf. Aber so ist das Leben und eben auch der Tod. Er kommt meistens ohne Vorbereitung und kurz und knackig wenn ich bei dieser Wortwahl bleiben darf. Eine erste Träne will langsam aus meinem Auge entrinnen – ich lege kurz das Buch weg, nehme einen Schluck Wasser, atme tief aus, nehme meine Brille ab und schaue aus dem Fenster. Das war hart.

Natürlich lese ich aber weiter. Und Sarah Kuttner schafft es, von Verlust und Trauer zu schreiben als wäre man selbst dabei. Jede Reaktion, jede Aktion, jeder Satz der von den Protagonisten von sich gegeben wird ist absolut nachvollziehbar und erinnert an eigene Verluste und das tut weh.

Mein Sitznachbar schaut lustige Videos und bekommt einen Lachanfall während mir die Tränen kommen. Ich schaue aus dem Fenster, muss klar kommen, muss Wasser trinken, muss weiter lesen. Tränen abgewischt, einmal die Nase hochgezogen und weiter gehts.

Noch vor Wolfsburg bin ich fertig mit Kurt. Den Rest der Fahrt schaue ich nachdenklich aus dem Fenster. Vielen Dank Sarah Kuttner für die wahrscheinlich gefühlsduseligste Zugfahrt meines Lebens.

Kurt