Wir müssen reden

Wir müssen reden. Das klingt immer etwas bedrohlich – soll es diesmal aber wirklich nicht sein und eigentlich muss ja nur ich reden.

Fleissige Leser hier werden bemerkt haben, dass ich in der letzten Woche, nach fast unendlich langer Zeit mal wieder was gepostet habe. Ja es stimmt, ich war faul und habe viel zu lange nichts gemacht.

Aber wie das so ist in einem vollerwachsenen Leben, man muss tatsächlich arbeiten, hat soziale Verpflichtungen, Familie und Freunde und manchmal auch keine Lust. Das soll natürlich alles keine Entschuldigung sein aber ich gelobe tatsächlich Besserung.

Hier soll wieder mehr erscheinen und auch für YouTube habe ich einige Ideen – lasst Euch einfach mal überraschen – wenn alles so läuft wie ich mir das vorstelle, wird es ab kommender Woche regelmäßig neue Videos geben.

Also nehmt Euch ein bisschen Zeit für mich, schaut hier ab und an mal rein, beobachtet meinen Youtube Kanal und folgt mir auf Instagram.

Ich wünsch Euch was und jetzt noch das ganze als Video:

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Eine Ära ist vorbei

Ich hab hier und hier und auch hier schon mehrfach die Stammbar erwähnt. Jetzt ist sie zu. Geschlossen. Aus die Maus. Vorbei. Die Stammbar hat geschlossen.

Eine Bar, die mich in meiner ganzen Zeit in der ich in Berlin wohne, begleitet hat. Eine Bar in die ich gehen konnte, wenn niemand von meinen Freunden Zeit für mich hatte, in die ich gehen konnte, wenn ich schon betrunken war oder betrunken werden wollte. Oder in die ich einfach gehen konnte, wenn ich in der Nähe war und dringend mal auf die Toilette musste. Eine Bar für jede Gelegenheit also. Eine Bar in die man einfach gehen konnte um die Welt zu vergessen. Jeder Mensch braucht einen Ort, in dem man sich wohl fühlt. Klar, es gibt die eigenen vier Wände aber ab und an muss man dann doch mal raus. Und die Bar war für mich lange Zeit ein zweites Wohnzimmer. Hier konnte ich Tischtennis spielen, Frauen beobachten, mit anderen labern aber auch meine Ruhe haben, rauchen, an der Bar sitzen…

Jetzt muss ich mir eine neue Stammbar suchen.

Was ist passiert? Ich will hier weder den Schwaben die Schuld geben (die sind ja bekanntlich an allem negativen Schuld was in Berlin passiert) noch das böse Wort Gentrifizierung in den Mund nehmen. Nein, der Wirt hatte einfach keine Lust mehr. So einfach ist das. Und manchmal kommt das einfach vor. Das man keine Lust mehr hat auf das was man so tut und dann finde ich es schon auch irgendwie bemerkenswert wenn man sagen kann – so halt, bis hier hin und nicht weiter – ich mach jetzt was neues. Respekt auf dieser Seite.

Aber – er hat mich und alle anderen Stammgäste alleine gelassen. Wo sollen wir denn jetzt hin? Wo sollen wir denn jetzt zuviel rauchen und überteuertes Bier trinken? Wo sollen wir jetzt Leute kennen lernen und Tischtennis spielen? Sollen wir uns vor der Tanke treffen? Sollen wir uns tatsächlich mehr mit unseren Mitbewohnern abgeben und unterhalten? Müssen wir jetzt mehr Kultur erleben um von der Stammbar loszukommen?

Wenn hier einer meiner vielen Leser und Leserinnen in Berlin wohnt und einen guten Tipp für eine neue Stammbar hat – immer her damit. Ich mag es übrigens abgefuckt. Dreckig. Laut. Rauchig. Ich will nicht komisch angeschaut werden weil ich älter/jünger/anders angezogen bin als die Anderen. Ich will mich dazu gehörig fühlen. So wie es sich für eine Stammbar gehört!

Angeblich wird die Bar jetzt neu renoviert und dann wieder als Bar aufgemacht. Es kann nicht so werden wie vorher aber eine Chance gebe ich ihr. Vielleicht auch zwei. Oder drei…

Manchmal sehe ich dich

Es ist quasi schon fast ein Jahrzehnt her, da haben wir zusammen in einer WG gewohnt. Es war nicht so ganz meins, dieses Leben in einer WG mit fünf Mitbewohnern und ich bin recht schnell wieder ausgezogen.

Wir haben uns danach nie wirklich aus den Augen verloren aber regelmäßigen Kontakt hatten wir nicht mehr. Im Sommer letzten Jahres haben wir uns zuletzt gesehen – wir trafen uns in einem Biergarten. Sprachen über alte Zeiten, du erzähltest von deinem Leben als Lehrerin und ich aus meinem Leben. Es war nett und wir sagten, dass wir uns regelmäßiger sehen wollten.

Dann, es war ein Tag im Herbst. Ich liege im Bett und mein Handy piept. Verschlafen schaue ich und ich habe eine Nachricht auf Facebook von einer Frau die ich nicht kenne. Sie sagt, dass du gestorben bist und bald die Beerdigung ist. Ich war verwirrt. Dachte erst an einen dummen Scherz. Ich rieb mir die Augen und lese die Nachricht noch einmal. Und noch mal. Und noch mal. Irgendwann begriff ich, dies war kein Scherz. Du bist gestorben. Es war seltsam. Du bist/warst kaum älter als ich und bist an Herzversagen gestorben.

Die Beerdigung war für mich die erste jemals, auf der nicht ein Familienmitglied von mir beerdigt wurde sondern eine Bekannte.

Und nun – nun laufe ich manchmal durch die Stadt und sehe jemanden von dem ich denke, das bist du. Dann fällt mir ein – das bist du nicht. Du lebst nicht mehr.

 

Ostern und der Gedanke an Kirchenaustritt

vollerwachsen wünscht allen Lesern frohe Ostern und frohe Ostertage. ALLEN Lesern. Ob nun Christen, Moslems, Juden, Heiden und allen anderen die ich jetzt nicht erwähnt habe.

Ich schreibe diesen Text, weil mir heute am Ostermontag etwas lustiges aufgefallen ist. Wie fast jeden Tag, checkte ich auch heute die Statistik meines Blogs. Er wird zwar nur wenig gelesen aber hin und wieder landen Leser auf meiner Seite, die nach bestimmten Begriffen googeln. Auch zum Thema Kirchenaustritt und die lesen dann diesen Text, wo ich mir Gedanken mache, ob ich nun aus der Kirche austreten soll oder nicht und auch diesen Text, den ich geschrieben habe, nachdem ich dann aus der Kirche ausgetreten war.

Das lustige ist nun, heute am Ostermontag habe ich gleich mehrere Besucher auf meiner Seite, die nach Kirchenaustritt gegoogelt haben. Ich meine, das kann man schon mal machen und ist ja auch nichts schlimmes wenn man sich dafür interessiert – ich finde es nur lustig, dass es gerade an Ostern so viele sind.

Wie gesagt, frohe Ostern!

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Das Bild ist übrigens vom Pixelroiber.

Und ein Video dazu hab ich auch gemacht–>

 

One Day, Julia, One Day

Julia, eines Tages hatte ich mir vorgenommen, einen Text über dich, an dich, für dich zu schreiben. Eines Tages. Ich weiß nicht, ob heute der richtige Tag ist, ob jemals der richtige Tag war oder ob er jemals kommen wird aber du Julia würdest mich wahrscheinlich anschauen und sagen – mach es einfach.

So mach ich es einfach und habe den heutigen Tag auserkoren und mach es nun einfach. Es ist schwierig. So ein Text. So ein Text an, über und für dich zu schreiben. Weil du bist Julia Engelmann. Du bist die Frau, die mir Tränen in die Augen treiben kann. Du stellst dich in einen Hörsaal und legst los und dieses Video, das wahrscheinlich jetzt schon jeder kennt, könnte ich immer und immer wieder anschauen.

Du bist toll. Du bist für mich die Überperson. Und wahrscheinlich willst du das eigentlich gar nicht sein. Und genau das macht dich so toll. Du bist die Person Mensch, die ich so gerne mal kennen lernen würde aber wo ich genau weiß, wenn ich eines Tages dann mal vor dir stehen würde, würde ich kein Wort herausbekommen. Ich würde rot anlaufen im Gesicht und irgendwelches unverständliches Zeug brabbeln bevor ich einfach weglaufe.

Und dann sehe ich neulich ein neues Video von dir. Grapefruit. Du hast es für einen traurigen Typen gemacht, den du auf einer Party kennen gelernt hast. Ich sah das Video und wäre so gern der traurige Typ auf der Party gewesen. Ich will, dass du für mich/über mich so ein Video machst. Ich will verdammt noch mal, dieser traurige Typ auf dieser Party gewesen sein. Du sitzt da und fängst an zu reden und plötzlich singst du und dann redest du wieder und dann singst du wieder. Und man schaut dir ins Gesicht und hört dir zu und…

Ach Julia. Deine Art Texte vorzutragen und gleichzeitig zu singen. Die Intelligenz die diese Texte austrahlen. Die Leichtigkeit. Ich würde so gern so schreiben können wie du! Und dann sehe ich ein Video, wie du eine Schulstunde hälst vor Schülern in einer Schule und dann denkt man – Man das kann sie auch noch! Wäre ich doch Schüler in dieser Klasse oder wenigstens der traurige Typ auf dieser Party.

Ich bin aber lange lange keine Schüler mehr und darüber bin ich froh. Und traurig, ja traurig bin ich manchmal aber dann leider nicht auf einer Party mit dir.

Ist er eigentlich immer noch traurig? Was ist aus ihm geworden? Hat er dir einen Heiratsantrag gemacht? Hat er sich für das Video bedankt? Habt ihr noch Kontakt? Und wieso eigentlich Grapefruit zum Frühstück?

Frühstücken wir mal? Du und ich?

Für alle die Julia Engelmann nicht kennen (Was eigentlich nur sein kann und erklärbar wäre wenn euer Internet die letzten Jahren kaputt war) hier das Video, das sie quasi berühmt gemacht hat:

 

Und hier noch das Video, das mich dazu bewog diesen Text zu schreiben und der Grund warum ich ein trauriger Typ auf einer Party mit Julia Engelmann sein will:

 

Und wer spätestens jetzt nicht total begeistert von ihr ist und sich die Finger wund googelt – bei dem ist wirklich Hopfen und Malz verloren!

Hurra die Welt geht unter!

Ich wollte auf diesem Blog nie groß politisch werden – dann kam die AfD und ich musste doch etwas darüber schreiben. Und nun ist wieder etwas passiert, über das schon die ganze Welt berichtet, auch ich kann nicht schweigen darüber.

Was zum Teufel passiert auf unserem Planeten eigentlich gerade?

AfD in Deutschland. Brexit auf der Insel und nun auch noch Trump in den USA. Was soll noch alles kommen?

Eine Kollegin von mir hat es heute folgendermaßen zusammengefasst: Alle schauen nur noch in ihre dummen Handys, rennen virtuellen Tieren in der Stadt hinterher und besaufen sich mit RedBull. Und zwischendurch wird die Klotze eingeschaltet und Frauentausch, Bauer sucht Frau und die Geißens geschaut. Ist doch klar, dass alle komplett verblöden.

Und ich glaube sie hat recht. Die Welt verblödet langsam. Wir sind die Generation die es gerade mitbekommt und wir sind wohl auch die, die es aufhalten könnten. Aber wollen wir das eigentlich oder sind wir alle schon zu bequem dafür geworden?

Klar, die Couch ist trocken, gemütlich und warm und Demos sind leider immer im Freien. Schon blöd. Allerdings, Leute, passt auf! Es könnte auch so kommen (wie ich finde, sind wir auf einem guten Weg dahin) wie es im Film Idiocracy (von 2006 schon) dargestellt wird. Ein quasi Zeitreisender findet sich plötzlich im Jahr 2505 wieder. Die ganze Welt ist komplett verblödet. Bei einem Intelligenztest stellt sich heraus, dass er der Intelligenteste auf der Erde ist. (Bei dem Test muss er Formen in die dazu gehörigen Löcher stecken). Als der neue Albert Einstein muss er nun die Welt vor einer Hungersnot retten. Dies gelingt ihm indem er den Bauern, deren Ernte nicht mehr wächst, sagt, dass diese mit Wasser und nicht mit dem grünen Softdring Brawndo bewässert werden muss!

Unbedingt anschauen–>

Und hier der Trailer–>

Eigentlich ist alles gesagt. Fehlt nur noch die Musik. Und welche sollte da besser passen als die Musik von K.I.Z mit Hurra die Welt geht unter… Passt gerade irgendwie.

Promi Liebesgeschichtenscheiß

Ich muss hier jetzt mal was loswerden. Ich rege mich gerade nämlich auf. Wirklich. Wer sich viel im Internet bewegt, also so wie ich, wird in den letzten Tagen, gefühlt in den letzten Wochen, von einem Pärchen begleidet, dass mich überhaupt nicht interessiert. Ich weiß nicht einmal wer das eigentlich ist.

Es geht um Pietro und Sarah Lombardi. Seit Wochen auf sämtlichen Newsseiten im Internet. Weil sie in betrogen hat und weil er immer noch verliebt ist und bla bla bla. Ich musste googeln. Beide „bekannt geworden“ in einer Castingscheiße. Öffentlich verliebt, öffentlich zusammen gekommen, öffentlich Kind bekommen und nun öffentlich fremd gegangen. JA UND? Mir doch egal!

Es gibt doch wirklich wichtigeres. In den USA sind Wahlen. Da kann man sich doch auch mal mit auseinandersetzen. Ja ja stimmt. Machen die Medien aber eigentlich machen sie doch nichts anderes als auf Donald Trump herumzuhacken. Sie könnten ja auch mal berichten, ob Clinton wirklich die bessere Wahl wäre. Oder ob es da noch Andere gibt die man wählen könnte wenn man in den USA wählen dürfte. Würde ich wirklich gern wissen.

Und was passiert eigentlich genau in Aleppo. Und warum wird Putin nicht mal gefragt, warum er die Stadt eigentlich bombadiert als sich zu überlegen ob man ihn dafür nicht mal bestrafen sollte.

Aber nein – ich öffne meinen Rechner heute Morgen und die erste Schlagzeile die ich lese – Darum hängt Sarah Lombardi noch an ihrem Ex – DAS IST DOCH MIR SCHEISSEGAL!

Lasertag – Jagd auf Zombies!

Ich gebe es zu – ich bin Zombie Fan. Keinen Zombie Film oder keine Serie die ich noch nicht kenne. Und ich kenn mich aus! Das geht soweit, dass ich schon angefangen habe Nahrung zu bunkern und jetzt anfangen will, einen Kampfsport zu lernen – nur um vorbereitet zu sein! Ich will jedenfalls nicht der Erste sein der stirbt. Ist klar oder?

Ich bin mit meiner Zombiemania verschiedenen Leuten schon ziemlich auf die Nerven gegangen. Mit was wäre wenn Unterhaltungen und was würdest du tun wenn… Fragen. Natürlich weiß ich auch schon, wo ich in hingehen werde, im Falle einer Zombie Apokalypse. Verrate ich natürlich nicht. Sonst wollen da ja alle hin.

Jetzt hab ich da aber was gefunden – Lasertag verbunden mit Jagd auf Zombies! Der perfekte (Vorbereitung für den Ernstfall) Spaß für die ganze Familie. Oder Freundeskreise die mindestens gleich Zombieverrückt sind wie ich.

Der Anbieter in Berlin Neukölln lockt mit folgendem Werbetext:

Inmitten einer Zombie-Apokalypse finden sich 4 rivalisierende Gruppen von Überlebenden, die um die letzten Vorräte der Stadtruinen kämpfen, wieder und stehen einer gemeinsamen Bedrohung gegenüber: Zombies, die aus dem Dunkeln heraus angreifen und immer mehr und mehr werden!
Zwar haben die Überlebenden sich notdürftig Rüstungen zusammengebastelt, die ein wenig Schutz bieten, doch ab und an kommt dein Biss doch hindurch und dann heißt es: Handeln! Wird nicht schnell genug ein Gegenmittel gegen die Infektion verabreicht, sehen die einstigen Mitstreiter bald aus, wie ein paar saftige Leckerbissen!
Nach und nach werden die Überlebenden immer weniger und die Zombies immer mehr… Es bleibt nur eine Chance: Überleben, bis der nächste Tag anbricht und die Zombies wieder in ihren dunklen Löchern verschwinden.“

Klingt doch geil oder?!

Schaut mal hier–>

Kommt jemand mit?

Hier noch ein Lied das zwar nichts mit Zombies zu tun hat aber so heisst und nicht in Vergessenheit geraten sollte. Geht übrigens um die Brutalität des Nordirischen Glaubenskonflikt der auch nie in Vergessenheit geraten sollte.

Und dann starb Oma Anne

Es war nicht so, dass mich die Nachricht überraschend erreichte. Spätestens als meine Mutter früher von ihrem Besuch wieder abfuhr, weil sie die Nachricht erhalten hatte, dass es ihrer Mutter im Altenheim schlechter geht, war mir klar, dass irgendwann dieser Anruf kommen musste.

Die ganze Zeit hatte ich Angst vor diesem Anruf. Wie gehe ich damit um. Wie meine Mutter. Wie wird es meiner Mutter gehen. Muss ich sie trösten, muss ich schnell nach Hause fahren, wann ist die Beerdigung.

Dann rief meine Mutter an. Sehr gefasst. Sie fragte erst, wie es mir ging und redete normal mit mir. Nichts an diesem Gespräch und ihrer Stimme war anders als sonst. Nichts wies darauf hin, dass etwas passiert sein könnte.

Dann die Worte: Ich rufe auch an, weil Oma Anne gestorben ist.

Da saß ich dann. Wusste nicht was ich sagen wollte. Ich erwartete Schluchsen und Weinen am anderen Ende der Leitung. Aber nichts. Meiner Mutter ging es den Umständen entsprechend gut. Es war alles absehbar.

Und es war auch gut so. Es war kein Leben mehr. Es ist kein Leben, in einem Bett in einem Altenheim dahin zu vegetieren. Nichts mehr mitzubekommen. Niemanden mehr zu kennen. Nicht mehr zu reden. Kein Lächeln mehr. Nichts das darauf hindeutet, dass dieser Mensch noch irgendeine art Leben oder auch nur ein bisschen Freude am Leben hat. Am Ende hat sie alles verweigert. Das Essen, das Trinken, das Augen aufmachen.

Etwas überraschte mich dann doch. Ich fragte wann die Beerdigung sei. Meine Mutter meinte, dass es keine geben wird. Sie erzählte mir, dass Oma Anna schon vor langen Jahren ihr Sterben bzw. ihr Ableben genau geplant hatte. Sie wollte keine Beerdigung. Keine Trauerfeier. Nicht einmal ein Grab. Nachdem sie ihren letzten Atemzug von sich gab, wurde sie gewaschen, schön angezogen, Blumen in die Hände gesteckt. Dann wurde sie abgeholt. Nun wird sie irgendwann verbrannt und irgendwann auf einem Friedhof beerdigt. Ohne Grab. Ohne Angehörige. Ohne Grabstein. Irgendwann bekommen die Angehörigen eine Nachricht, dass sie nun beerdigt ist. Mit einer Angabe des Friedhofs und einer groben Erklärung wo auf dem Friedhof.

So genau weiß ich nicht was ich davon halten soll. Für mich hat es ein bisschen was von FUCK YOU. Aber anders betrachtet, warum eigentlich nicht? Das Leben geht sowieso weiter. Es muss auch ohne Oma Anne weiter gehen. Und es wird auch ohne sie weiter gehen. Warum dann also nicht gleich so weiter machen wie bisher.

Respekt Oma Anna. Du warst schon immer irgendwie anders. Du trittst sogar anders ab. Respekt.

Vorratsspeicherung von Lebensmitteln

Jaja. Das Netz ist voll Witzen über die Meldung, dass die Bundesregierung ihr Volk – also uns, dazu aufruft, Lebensmittel zu bunkern. Für fünf Tage sollen die halten. Und gibt dann auch gleich Tipps dazu, was man da alles kaufen soll. Wasser, Dauerbrot, Dosenfleisch, Kerzen, Dosenobst, Dosengemüse, Trockenfrüchte, Feuerzeuge usw. usw…

Ich habe da ein paar Fragen dazu.

  1. Mal angenommen, ich mache da mit und kaufe das alles. Wo soll ich denn das alles unterbringen? Ich meine, ich hab ja schon Probleme meinen Wocheneinkauf zu verstauen.
  2. Ich könnte es in den Keller packen. Aber dann?
  3. Was ist, wenn der Ernstfall eintrifft, von dem wir nicht wissen was dieser genau sein soll, woher weiß ich denn, dass ich es dann in den Keller schaffe? Angenommen mein Haus wird bombadiert und liegt in Schutt und Trümmern, ich überlebe aber wie komme ich dann in den Keller?
  4. Wenn ich tatsächlich eine Vorahnung habe und schon im Keller bin und mein Haus wird bombadiert und ich komme nicht mehr raus aus meinem Keller – was dann? Mein Haus wird ja sicherlich nicht gerade das einzige sein, dass da dann bombadiert wird – dann wird es ja vielleicht länger als fünf Tage dauern bis ich befreit bin. Aber ich hab ja nur für fünf Tage eingekauft?!
  5. Nehmen wir an, es tritt ein andere Notfall ein – also es wird nicht bombadiert – was könnte es sonst sein, was da passieren könnte, dass wir fünf Tage von unseren Vorräten auskommen müssen? Zombies? ISIS? AfD? Stromausfall? SuperGAU? Wie ernst ist es denn nun wirklich?
  6. Es gibt ja immer diese Menschen die sich von der Bundesregierung nichts sagen lassen. Die haben keine Vorräte. Dann kommt der Notfall und dann wollen die auch was haben. Muss ich dann teilen?
  7. Darf ich auch Waffen auf Vorrat kaufen um damit meine Vorräte zu verteidigen?
  8. Gibt es eine Deadline bis wann ich die Vorräte haben muss?
  9. Gibt es irgendwann eine Entwarnung ab wann ich die Vorräte nicht mehr horten muss und dann alles aufessen darf?

Das es die Bundesregierung wirklich ernst meint mit ihrem Vorschlag und das auch wir gar nicht von einem Notfall – wie einem Putsch zum Beispiel, soweit entfernt sind, beweist dieses Video: